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Pater Anton Wieland
Geboren am 18.12.1913
Gestorben am 27.07.2011

Pater Anton Wieland wurde am 18. Dezember 1913 in Weingarten im Bundesland Württemberg, Diözese Rottenburg geboren. Er wuchs mit 10 Geschwistern auf, 6 Jungen und 4 Mädchen. Mit 9 Jahren wurde er Ministrant an der Pfarr- u Klosterkirche der Benediktiner, an deren liturgischen Feiern er oft teilnahm. Hier spürte er zum ersten Mal den Wunsch, Priester und Pater zu werden. Diesen Wunsch konnten die Eltern aus finanziellen Gründen nicht erfüllen. Nach der Volksschule lernte er deshalb das Schneiderhandwerk, das er im Oktober 1930 mit der Gesellenprüfung und gutem Erfolg abschloss.


In den folgenden unruhigen Jahren fand er nicht immer Arbeit und lernte auch die Arbeitslosigkeit kennen. Als er 1933 die Priesterweihe und Primizfeier eines Benediktiners miterlebte, spürte er erneut den Wunsch, Priester zu werden. Im kath. GeseIlenverein der Kolpingfamilie entdeckte er eine Anzeige des Juvenats der Redemptoristen in Vaals für Spätberufene. Hier fand er Aufnahme von Mai 1935 bis April 1937, wechselte bis zu dessen Auflösung 1939 an das Collegium Josephinum Bonn. Hier konnte er im Juvenat wohnen, während er in Siegburg das Gymnasium besuchte und trotz Kriegsausbruch noch das Reifezeugnis erlangte. Anfang April 1940 erreichte ihn der Gestellungsbefehl und wurde am 15.04.1940 zum Nachrichtendienst eingezogen. Nach kurzer Ausbildung war vier Jahre lang in verschiedenen Städten Flanderns stationiert. Im Juli 1944 musste er sich einer schweren Magenoperation unterziehen, kehrte jedoch zurück zu einer Ersatz-Einheit in Schleswig-Holstein, wo er schließlich das Kriegsende erlebte und im Mai 1945 in britische Gefangenschaft gerät.

Als am 04.12.1945 aus der Gefangenschaft entlassen wird, kehrt er sehr bald zu den Redemptoristen in Bonn zurück, wo noch vor der Einkleidung und dem Noviziat in Kirchhellen ein Semester Philosophie bei P. Endres und Kirchengeschichte bei P. Tritz studiert. Am 29. April 1947 feiert er die zeitliche Profess und beginnt schließlich mit 33 Jahren das Studium der Theologie in Hennef-Geistingen, nimmt 1947/48 an einem Studentenaustausch mit den Redemptoristen in Hawkstone/England teil, und legt am 09. August 1950 die ewigen Gelübde ab. Am 10. August 1951 wird er durch den Kölner Weihbischof Josef Ferche in unserer Klosterkirche in Hennef-Geistingen zum Priester geweiht. Der spätberufene Schneidergeselle hat in schwieriger und unruhiger Zeit sein Ziel erreicht. Pater Anton Wieland war mit ganzem Herzen Seelsorger. Er hat nach dem Krieg viele Volksmissionen gehalten - und das über unsere Landesgrenzen hinaus bis in die Nachbarländer, wo deutsch gesprochen wurde. Er hat unserer Ordensgemein¬schaft bis in das 98. Lebensjahr als Priester, Volkmissionar und beliebter Schwesternseelsorger mit bewundernswerter Treue gedient - davon 25 Jahre in unserem Kloster in Aachen, wo er 11 Jahre lang von 1955-1966 Beichtvater im bischöflichen Konvikt war, aber auch viele Jahre Minister und Hauskonsultor. Er war 4 Jahre lang von 1966-1970 Verlagsleiter in unserem Hofbauer- Verlag in Bonn. Von unseren Klöstern in Trier (1970-71) und Rheine (1971-74) und wieder Aachen (1974¬86) wurde er schließlich 1986 in unser Kloster in Hennef-Geistingen versetzt, wo er bis zu dessen Auflösung im Jahre 2006 zwanzig Jahre lang stationiert war.

Seit Januar 2006 hat er in unserer Kommunität in Bonn gelebt. Wir haben seine nachlassenden Gesundheit in den letzten Jahren mit Sorge wahrgenommen und versucht, ihn bei Kräften zu halten, damit er sein diamantenes Priesterjubiläum am 10. August 2011 noch erleben kann. Es war ihm nicht mehr vergönnt. Er ist in den späten Abendstunden des 27. Juli, gestärkt durch die Krankensalbung, friedlich eingeschlafen. Wir danken für das Vorbild, das er uns gegeben hat. Wir danken ihm für alles, was er in unserer Ordensgemeinschaft und in unserer Kirche Gutes getan hat. Gott möge ihm seine Liebe und Güte vergelten und schenke ihm das ewige Leben.

Text der ersten Meldung:

Am. 27. Juli 2011 starb am Abend im Marienhospital in Bonn unser P. Anton Wieland C.Ss.R im gesegneten Alter von 97 Jahren.

Er wurde am 18. Dezember 1913 geboren und schloss sich durch die Profess am 29. April 1947 den Redemptoristen an. Am 10. August 1951 wurde er zum Priester geweiht.



Pater Anton Wieland war seit 1947 Mitglied unserer Ordensgemeinschaft und hat ihr bis ins hohe Alter von 97 Jahren als Priester, Volksmissionar und beliebter Schwesternseelsorger mit bewunderungswürdiger Treue gedient. Von 1966 - 1970 hat er mit großer Verantwortung den ordenseigenen Hofbauerverlag in Bonn geleitet.

Die längste und liebste Zeit seines Ordenslebens – fast 30 Jahre – hat er in unserem Kloster in Aachen gelebt. Die nächsten und letzten Stationen seines Lebens waren seit 1986 die Klöster Hennef-Geistingen und seit 2006 Bonn.

Wir danken unserem Mitbruder für alles, was er in unserer Ordensgemein-schaft und in unserer Kirche Gutes getan hat. Gott möge Ihm seine Liebe und Güte vergelten – und schenke Ihm das ewige Leben.



Die feierlichen Exequien sind am Donnerstag, dem 04. August 2011, um 14 Uhr in unserer Bonner Klosterkirche. Anschließend ist die Beerdigung von Pater Wieland in unserer neuen Grabstätte auf dem Bonner Nordfriedhof.

Am Mittwochabend, 18.45 Uhr, halten wir in unserer Klosterkirche die Totenvesper. Er war lange Zeit in verschiedenen Klöstern als Gemeindemissionar und Hauspater tätig. Er möge ruhen in Frieden.